SHAPE THE SCAPE

5 Galerien, 5 Themen
Landschaft in der zeitgenössischen Kunst. Eine Erkundung.


23. März – 11. Mai, 2013

Vernissage: 22. März, 19.00 bis 21.00 Uhr

Kuratorin: Agnes Hoffmann

Landschaft kann vieles sein: Heimat und Fremde, Reiseziel und Wirtschaftsfaktor, Fensterausblick oder Postkartenkitsch. Offenbar ist Landschaft nicht zuletzt ein kulturelles Konstrukt, eine historisch entstandene Art und Weise, Natur zu sehen. Was aber ist Landschaft für die zeitgenössische Kunst? Ein Pilotprojekt von fünf Galerien aus Berlin, Köln und Zürich macht sich in den kommenden Monaten daran, diese Frage in fünf Teilausstellungen mit den Themen Line Up – Landschaft im Dialog, Landschaftskult, Eingriffe: Konstruktion/Destruktion, Atmosphären und Nach der Natur zu erkunden. Die Ausstellungen werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten präsentiert, beginnend im März 2013 bei Kit Schulte Contemporary Art in Berlin.

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1. Line Up – Landschaft im Dialog

Kit Schulte Contemporary Art
Line Up fordert die Landschaft zum Dialog und zeigt eine Reihe paarweiser Gegenüberstellungen: Zeitgenössische Zeichnungen und Fotografien stehen im Kontrast zu historischen Werken aus dem 20. Jahrhundert. Dabei treten Verwandtschaften bzw. Differenzen bei der Darstellung von Landschaft spannungsreich hervor. Die Ausstellung möchte dabei den Blick für intermediale und historische Relationen schärfen, sowie nach kulturellen Stereotypen und Konventionen bei der Wahrnehmung und bildlichen Repräsentation von Landschaft fragen.

Max Beckmann, Jörg Bong, Karoline Bröckel, Othmar Eder, Nico Duvinage, Robert Gschwantner, Veronike Hinsberg, Linda Karshan, Hermann Kätelhön, Katrin von Lehmann, Gregory Murr, Nadja Poppe, August Preuße, Ute Schendel, Hana Usui, Nadine Wottke und Marko Zink.

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2. Landschaftskult

Lehr Zeitgenössische Kunst, Köln


Vernissage: 14. Juni, 19.00 – 21.00 Uhr

14. Juni - 27. Juli, 2013

Bewundert, vermarktet, beworben, bejodelt, auf Gobelins gestickt, angebetet, in Kitsch verwandelt: In diesem Teil der Ausstellung soll dem Landschaftskult Raum gegeben werden. In der Auswahl stehen Kunstwerke, die sich Landschaft – mal beobachtend, mal ironisch – als Kultgegenstand annähern. Viele von ihnen nehmen Bezug auf die Ikonographie der romantisch-erhabenen Landschaft, und thematisieren neu das Verhältnis von Betrachter und Landschaft als Wechselspiel von Unmittelbarkeit und Distanz, beeinflusst durch kulturelle Konventionen und emotionalen Besetzungen.

Rainer Eisch, Nico Duvinage, Gian Michele Grob, Birgit Jensen, Ute Schendel, Michael Schnabel, Ernst Stark und Christopher Winter.
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3. Eingriffe: Konstruktion/Destruktion

Widmer+Theodoridis, Zürich

Vernissage: 30. August, 18.00 - 21.00 Uhr

30. August - 19. Oktober, 2013

Im Lauf der Erdgeschichte hat sich das Gesicht der Welt unzählig oft verändert. Landschaften entstanden und vergingen, wobei jedoch erst der Homo Sapiens es sich anmaßte, ganze Landstriche für seine Bedürfnisse zu formen und zu nutzen. Vielleicht ist die Landschaftskunst ja von jeher eine Gegengabe gewesen, eine kleine Entschädigung für den Größenwahn, sich die Natur Untertan machen zu wollen…? Im Fokus der Ausstellung steht die Frage nach dem Menschen als schöpferischem Gegenüber der Landschaft: Wir zeigen Arbeiten, die sich mit Aspekten des Konstruierens und Eingreifens auseinandersetzen, wobei die ausgewählten Werke, ihrerseits künstlerische Konstruktionen, Begriffe wie ‚Formung‘, ‚Konstruktion‘ oder 'Projektion' von vornherein unter Spannung setzen.

Karoline Bröckel, Nico Duvinage, Ivan Liovik Ebel, Othmar Eder, Robert Gschwantner, Gian Hähne, Jan Holthoff, Georgette Maag, Heike Müller, Eric Porstmann, Lukas Salzmann, Scanderbeg Sauer, Ernst Stark, Michael Schnabel, Clemens Tremmel, Nicolas Vionnet, Anna B. Wiesendanger, Werner Widmer und Marko Zink.
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4. Atmosphären

Galerie Gilla Lörcher Contemporary Art, Berlin

Vernissage: 25. Oktober, 19.00 Uhr

25. Oktober - 7. Dezember, 2013
Landschaft ist untrennbar mit dem Atmosphärischen verbunden, angefangen von der Erdatmosphäre bis zur atmosphärischen Stimmung, die Landschaft als Wahrnehmungsereignis und ästhetischen Gegenstand erscheinen lässt. Bei der künstlerischen Darstellung von Landschaft spielen Atmosphären seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle. Die „Stimmungslandschaft“, die sich seit dem 18. Jahrhundert als Genre des Tafelbilds etablierte, verzichtete weitgehend auf narrative Gehalte und erhob statt dessen die ästhetisch-emotionale Gestimmtheit eines Landschaftsraumes zum eigentlichen Bildgegenstand. In dieser Teilausstellung zeigen wir Arbeiten, die sich dem Atmosphärischen der Landschaft als Daseins- und Erscheinungsform widmen – mal konkret, wie etwa Ivan Liovik Ebel, der in seiner Performance den gesamten Galerieraum mit Nebel flutet, mal im übertragenen Sinne, z.B. mit den emotional ‚getönten‘ Landschaften von Monika Romstein und Simone Strasser.

Ivan Liovik Ebel, Dominik Eggermann, Jan Holthoff, Nadja Poppe, Monika Romstein, Michael Schnabel, Simone Strasser und Anna B. Wiesendanger.

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5. Nach der Natur

Galerie Ulrich Mueller, Köln

Vernissage: 6. Dezember 18.00 – 21.00 Uhr

6. Dezember, 2013- 14. Februar, 2014

Im letzten Teil der Ausstellungsreihe möchten wir das Verhältnis von Gegenstand und künstlerischer Darstellung ins Zentrum stellen. „Nach der Natur“ ist dabei in seiner doppelten Semantik zu verstehen – uns interessiert einerseits die Frage nach den (mimetischen, topischen, abstrahierenden,...) Bezugnahmen von Künstlern auf Natur als übergeordneter Größe und Modell. Zugleich ist das „nach“ auch temporal gemeint, als Frage nach der Rolle künstlerischer Darstellung von Natur in einer Zeit, wo klassische Vorstellungen von Landschaft bei genauerer Betrachtung vielmehr als hartnäckig tradierte historische Konventionen oder nostalgische Projektionen erscheinen. Wie konstituiert sich Landschaft als Kunstgegenstand nach dem Ende der ‚schönen Natur‘?
Jörg Bong, Michael Reisch, Eric Porstmann, Monika Romstein, Lukas Salzmann und Simone Strasser.

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Kontakt:

Agnes Hoffmann, Kuratorin (eikones NFS Bildkritik, Basel): agnes.hoffmann@unibas.ch
Kit Schulte: info@kitschulte.com, 030/21005237
Dirk Lehr: info@lehr-galerie.de , 0221/949 946 47
Werner Widmer: werner@0010.ch , +41 43 497 3970
Jordan Theodoridis: jordan@0010.ch , +41 43 497 3970
Gilla Lörcher: info@galerie-loercher.de, 030 80 61 32 34
Ulrich Mueller: galeriemueller@hotmail.com, 0221 / 41 48 64 << Ausstellungen Zum Seitenanfang